Poilhes – Idylle am Canal du Midi

„Ob an der Küste oder im Hinterland, in der Ferienregion Languedoc-Roussillon herrscht ein heiteres Lebensgefühl, das Gäste auf Anhieb in den Bann zieht. Am Strand, in Bistros und Restaurants, auf Märkten und bei Festen, überall herrscht diese typische Art de vivre, die den Urlaub im Süden Frankreichs so bereichert.“ So hat die PR-Agentur Ducasse / Schetter, spezialisiert auf die Vermarktung von Reisezielen in Frankreich und der Schweiz, unlängst das Languedoc-Roussillon beschrieben. Schon vorher hatten wir diese Region im Süden Frankreichs für unseren diesjährigen Frühjahrsurlaub ausgesucht. Nach fünfzehn Jahren wollten wir noch einmal vor allem die Gegend am Canal du Midi durchstreifen – überwiegend mit dem Rad. Als Ausgangspunkt für unsere Streifzüge hatten wir das kleine Örtchen Poilhes ausgesucht. Und das war ein großer Glücksgriff.

der Canal du Midi in Poilhes © Michael Kneffel

der Canal du Midi in Poilhes © Michael Kneffel

Direkt am Canal gelegen wirkt das Weinbaudörfchen ein wenig wie aus der Zeit oder einem Bilderbuch gefallen. Große alte Wirtschaftsgebäude zeugen vom Reichtum ansässiger Weinbauern, die Wohnhäuser machen einen sehr gepflegten Eindruck. Es gibt ein kleines, altes Chateau im Dornröschenschlaf, dessen Dach gerade renoviert wurde, eine leicht zu übersehende, aber nicht zu überhörende Kirche, deren Glocke zu jeder Viertelstunde schlägt, und ein bemerkenswert gut sortiertes winziges Lebensmittelgeschäft, in dem sich alles findet, was man für die Grundversorgung benötigt. Souverän geführt wird der Laden von einer freundlichen alten Dame, weit im Rentenalter, aber mit einer so würdevollen Haltung und korrekten Sprache, dass es nicht verwundern würde, wenn sie früher einmal die benachbarte Grundschule geleitet hätte. Dort wird immer noch unterrichtet, und in den Pausen sind die Stimmen der Kinder auf dem Schulhof fast im ganzen Dorf zu hören.

gefiederte Einwohnerin von Poilhes © Michael Kneffel

gefiederte Einwohnerin von Poilhes © Michael Kneffel

Und während in vielen südfranzösichen Dörfern die alten Restaurants und Cafés längst für immer geschlossen haben, bietet Poilhes gleich drei Restaurants mit ambitionierter Küche. Die Lage am Kanal und das ständige Defilee von Hausbooten mit zahlungskräftigen Touristen sichern das Überleben. Hausbootfahrer, die von der Küste kommen und hier Station machen, sehen schon bei der Einfahrt ins Dorf die Terrasse des „Tour Sarrasine“ und müssen nach dem Anlegen nur noch – an der Dorfgans vorbei – eine schmale Straße überqueren, um dort Platz nehmen zu können. Die Speisekarte ist umfangreich, das Essen großartig, und die Preise sind mehr als fair. Drei Gänge in dieser Qualität muss man anderswo schon etwas länger suchen und bekommt sie garantiert nicht für dreißig Euro, sondern bestenfalls für das Doppelte. Drinnen ist das Restaurant elegant eingerichtet, Steifheit kommt trotzdem nicht auf, dafür sorgt die herzliche Besitzerfamilie, mit Mitgliedern aus drei Generationen. Clemence, die Jüngste, lernt gerade das Laufen. Der aus Liège stammende Kellner scheint in allen auf dem Canal vorkommenden Sprachen zu Hause zu sein und bringt die bunte, internationale Gästeschar mit Humor und Gelassenheit durch einen entspannten und genussreichen Abend.

das wunderbare kleine Restaurant Les Platanes in Poilhes © Michael Kneffel

das wunderbare kleine Restaurant Les Platanes in Poilhes © Michael Kneffel

Etwas versteckter im Ort, neben der Kirche, liegt ein völlig anderes, aber ebenso empfehlenswertes Restaurant, das „Les Plantanes“ von Amanda und Dave, zwei sympathischen Neuseeländern, die vor sieben Jahren nach Frankreich übersiedelt sind und sich vor einem Jahr in Poilhes niedergelassen haben. Ihre Speisekarte ist überschaubar, dafür wechseln die angebotenen Gerichte häufig. Mit frischen Zutaten aus der Region bietet „Les Platanes“ Klassiker der französischen Küche wie den gebackenen Camembert oder die Zwiebelsuppe in seltener Qualität und zu noch günstigeren Preise als die Konkurrenz im Ort. Aber auch das neuseeländische Dessert „Pavlova“ sollte man sich nicht entgehen lassen. Als Besitzer eines Chateaus am Atlantik, das gerade zum Verkauf steht, und eines Hauses in den Pyrenäen haben die beiden viel zu erzählen und lassen sich gern am Nachmittag auf einen kleinen Schwatz auf der Terrasse ihres Lokals ein. Angesichts des hohen Wohlfühlfaktors in beiden Restaurants haben wir es gar nicht mehr bis zum dritten gastronomischen Anbieter geschafft. Am Rand des Ortes gelegen bietet das „Vinauberge“ neben Speisen auch Gästezimmer und verkauft Weine aus der Region.

Capestang mit der Kirche Saint Etienne © Michael Kneffel

Capestang mit der Kirche Saint Etienne © Michael Kneffel

Erster Anziehungspunkt außerhalb von Poilhes war für uns das nur vier Kilometer entfernte, ungleich größere und ebenfalls am Canal gelegene Capestang. Am Sonntag zieht der große Wochenmarkt sehr viele Menschen an. Unter der Woche wirkt der Ort mit seiner weithin sichtbaren, immer wieder erweiterten, imposanten Kirche jedoch merkwürdig unbelebt, was er mit vielen anderen Dörfer und Städten gemein hatte, die wir noch besuchen sollten. Auf Naturliebhaber, insbesondere Vogelfreunde, müsste Capestang eigentlich eine starke Anziehungskraft ausüben. Südlich der Stadt liegt der sogenannte Etang de Capestang, ein versumpfter, von mehreren Kanälen und einigen Wegen durchzogener ehemaliger See mit großen Schilfgebieten. Als wir ihn auf einer unserer Fahrradtouren eher zufällig durchquerten, sahen wir schon mit bloßem Auge so viele Störche, Reiher und andere Wasser- und Watvögel, die wir nicht identifizieren konnten, dass wir mit Hobbyornithologen in großer Zahl und von überall her rechneten. Weit gefehlt! Im Tourismusbüro von Capestang sah uns die freundliche Mitarbeiterin ziemlich verständnislos an, als wir nach Wanderwegen und geführten Touren durch dieses Gebiet fragten. Und auch andere Menschen, die vor Ort leben, fanden unsere Berichte von den Tieren im Etang sehr interessant, gestanden aber, noch nie dort gewesen zu sein. Etwas weiter ist man am Etang de Vendres, der etwa 15 Kilometer weiter südöstlich und damit unmittelbar vor der Küste liegt. Hier gibt es immerhin schon einen großen Beobachtungsstand mit einigen Informationen zu den dort anzutreffenden Vögeln. Dass in den Weinfeldern der Gegend unzählige Bienenfresser leben und fliegen, sei nur am Rande erwähnt.

im Beobachtungsstand am Etang de Vendres © Michael Kneffel

im Beobachtungsstand am Etang de Vendres © Michael Kneffel

Nicht viel weiter als Capestang, aber in östliche Richtung, liegt der etwas kleinere Ort Colombiers am Canal du Midi. Auf dem Weg dorthin ist der Kanaltunnel von Malpas zu besichtigen, ebenso wie das Oppidum d´Ensérunes – berühmte gallische Siedlungsreste, auf einem Hügel gelegen. Das benachbarte Informationszentrum von Malpas bietet viele Modelle, Karten und Reliefs und ein großes Literaturangebot zum Weltkulturebe Canal du Midi und zur Region. Durch den Bau eines großen Hafens im Jahr 1989 hat sich Colombiers zu einem Zentrum des Hausboottourismus entwickelt. Schön ist was anderes. Als wir mit unseren Rädern etwas irritiert im Rummel des Hafens standen und die hässlichen Zweckbauten betrachteten, fragte uns eine ältere Dame – offensichtlich aus dem Ort – was wir suchten und ob sie uns helfen könne. Auf unsere etwas ironische Antwort, wir suchten den Ort, hob sie resignierend die Schultern und entgegnete, es sei halt praktisch und einen Arzt gebe es auch. Wie viele Planungs- und Bausünden sind wohl schon mit dem Satz: „Es ist halt praktisch“, begründet worden?

im Hafen von Colombieres © Michael Kneffel

im Hafen von Colombieres © Michael Kneffel

Von unserem ersten Besuch am Canal du Midi vor 15 Jahren hatten wir das kleine Le Somail, etwa zwanzig Kilometer weiter westlich, in bester Erinnerung. Und auch heute noch wird der Ort in jedem Führer als Schönheit am Kanal beschrieben. Uns hat das Wiedersehen eher enttäuscht. Zu der malerischen Ansiedlung weniger Häuser an der alten Brücke hat sich eine große Neubausiedlung gesellt, die sich scheinbar planlos in die Landschaft ausdehnt. Neu hinzugekommene Gastronomie und ein großer Parkplatz für Wohnmobile haben auch nicht gerade den Charme des Ortes erhöht. Da gefiel es uns schon wesentlich besser am benachbarten Canal de Jonction, der den Canal du Midi als Verbindungskanal mit der Küste bei Narbonne verbindet und von herrlichen Pinien gesäumt wird. Wer mit dem Hausboot auf dem Canal du Midi unterwegs ist, sollte sich den Abstecher nach Sallèles-d´Aude nicht entgehen lassen. Auch wenn der Ort selbst bei unserem Besuch nahezu ausgestorben wirkte, gehören die dortigen Liegeplätze zu den schönsten, die man weit und breit ansteuern kann.

Hausboot in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

Hausboot in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

umgebaute Lastkähne in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

umgebaute Lastkähne in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

Es stimmt also, dass sich immer noch wunderschöne Dörfer und Landschaften in diesem Teil des Südens finden lassen. Auf der anderen Seite ist aber auch hier nicht zu übersehen, dass sich Frankreich in einer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise befindet und dass vielen Menschen das „heitere Lebensgefühl“, von dem eingangs die Rede war, abhanden gekommen ist. In zwei Wochen haben wir Armut, Elend und die Verödung von Städten in einem Ausmaß erlebt, wie wir es bisher nicht für möglich gehalten hätten. Wir sahen erschreckend viele Menschen, die vor einer karitativen Einrichtung um Lebensmittel anstanden, eine Familie mit Kind, die in Narbonne auf der Straße lebt, Dutzende von Frauen, die sich an der Landstraße zwischen Bèziers und Narbonne prostituierten. Das und einiges mehr hat uns sehr nachdenklich gemacht und ließ uns ahnen, warum gerade hier der rechtsradikale Front National bei der jüngsten Europawahl in vielen Kommunen weit über dreißig Prozent der Wählerstimmen bekommen hat.

aufgegebene Boulangerie in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

aufgegebene Boulangerie in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

 

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Zwischen Pierrefonds und Compiègne – 3. Teil

im Schlosspark von Compiègne (c) Michael Kneffel

Das am anderen Ende des großen Waldgebietes liegende Compiègne haben wir bei dem sehr instabilen Wetter dann doch lieber mit dem Auto als mit dem Rad besucht, und zwar gleich mehrmals. In der hübschen und lebendigen Kleinstadt mit vielen Verwaltungseinrichtungen und großem Theater hat uns besonders das Schloss angezogen. Von seiner rückwärtigen Terrasse führt die 4,5 Kilometer lange schnurgerade Allée des Beaux Monts durch Garten, Park und Wald bis zu einem Aussichtshügel, dem Ziel- und Wendepunkt vieler Spaziergänger und Jogger. Auf den weiten Wiesen des Parks lassen sich bei schönem Wetter nicht wenige Bürger der Stadt nieder und genießen die Natur.

Über das schöne Senlis führte unser weitester Ausflug zum rund 50 Kilometer entfernten Schloss von Chantilly, das mit dem Museum Condé die größte Sammlung alter Gemälde außerhalb des Louvre beherbergt.

Musée Condé im Schloss Chantilly (c) Michael Kneffel

Fast noch eindrucksvoller als das Schloss selbst sind die Pferdeställe seines Reitgestüts aus dem Jahr 1719, die größten und prächtigsten der Welt – auch olfaktorisch ein umwerfendes Erlebnis. Besser hat es uns dann doch im Restaurant des Schlosses gefallen, das in der alten Schlossküche untergebracht ist. Hier soll 1671 Francois Vatel, Haushofmeister und Koch des Prinzen von Condé, die berühmte Crème Chantilly erfunden haben. Alle Gerichte im Restaurant sollen nach Original-Rezepten Vatels zubereitet werden, der zu den bedeutendsten Küchenmeistern seiner Zeit zählte. Kann sein, dass heute noch seine Rezepte verwendet werden, dann aber von weniger begnadeten Köchen. Unser Essen war eher mittelmäßig und konnte mit dem historischen Ambiente nicht mithalten.

Abteiruine in Soissons (c) Michael Kneffel

Von Besuchen des östlich von Pierrefonds gelegenen Soissons wird in vielen Reiseführern zwischen den Zeilen eher abgeraten. Diese uralte und für die Geschichte Frankreichs wichtige Stadt lag im ersten Weltkrieg 80 Tage lang auf der heftig umkämpften Frontlinie. Dabei blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Im Zuge des Wiederaufbaus hat sich um Soissons herum eine Menge Industrie und Gewerbe niedergelassen, was den Tourismus auch nicht gerade fördert. Einen Besuch wert sind jedoch allemal die Ruine der Abteikirche Saint-Jean-des-Vignes und das benachbarte Museum.

Zwischen Pierrefonds und Compiègne – 2. Teil

Aussichtspunkt im Wald von Compiègne (c) Michael Kneffel

Pierrefonds liegt am östlichen Rand des Walds von Compiègne, des drittgrößten Waldgebiets Frankreichs, ca. 80 Kilometer nördlich von Paris. Seit Louis XIV gibt es hier ein ausgedehntes Waldwanderwegenetz. Schnurgerade Wege durchziehen den wildreichen Mischwald. Wo sie zusammentreffen, weisen seit 1825 Schilder an hohen weißen Pfeilern den Weg. Verlaufen kann man sich hier kaum. Einige dieser Wege sind auch mit dem Rad befahrbar. Aber auch wer sich gerne etwas abenteuerlicher auf Trampelpfaden, kaum breiter als Wildwechsel, durch dichtes Unterholz und mannshohe Farne schlägt, kommt hier auf seine Kosten.

Wanderweg im Wald (c) Michael Kneffel

In den letzten Jahren sind asphaltierte Radstrecken dazu gekommen, nicht zuletzt ein etwa 26 Kilometer langer Radrundweg, der Pierrefonds und Compiègne ohne nennenswerte Steigungen verbindet und auch bei Skatern sehr beliebt ist. Im Wald und an seinen Rändern liegen malerische Dörfer, in deren Natursteinhäusern mit den typischen treppenartigen Giebelkanten nicht selten betuchte Pariser ihre Wochenenden verbringen. Umgeben ist der Wald im Norden, Osten und Süden von riesigen landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen meistens Getreide angebaut wird. Im Sommer geben einem diese Felder ein Gefühl von Weite und Ruhe, wie es sich sonst nur am Meer einstellt.

Weizenfeld bei Retheuil (c) Michael Kneffel

Wer sich auch im Hochsommer gern bewegt, dabei aber der prallen Sonne und Hitze entgehen will, ist im Wald von Compiègne bestens aufgehoben. Das dachten wir uns jedenfalls, als wir unseren Urlaub planten. Nur gab es in diesem Sommer kaum Sonne und schon gar keine Hitze, dafür Regen wie aus Eimern und allenfalls herbstliche Temperaturen. An unserem kältesten Urlaubstag zeigte das Thermometer nie mehr als 12 Grad. Und das Mitte Juli!

In der entsprechenden Kleidung machten wir uns trotzdem täglich auf den Weg, anfangs zu Fuß, später als das Wetter etwas besser wurde, meistens auf dem Rad. In den tiefen Wald schienen bei dem miserablen Wetter nur selten Menschen zu kommen, so dass sich ausgehungerte Bremsen immer gleich in großen Mengen auf uns stürzten, was das Wandervergnügen etwas beeinträchtigte. Nach der ersten Woche waren wir aus gegebenem Anlass auch im Besitz eines kleinen Instruments, mit dem man Zecken unfallfrei aus der Haut drehen kann.

altes Tor in Saint-Jean-aux-Bois (c) Michael Kneffel

Unser Lieblingsziel in der näheren Umgebung war mitten im Wald das Dorf Saint-Jean-aux-Bois, dessen Kern eine ehemalige Benedektiner-Abtei bildet, um die herum sich viele schöne alte und sehr gepflegte Natursteinhäuser gruppieren. Große Hoffnungen hatten wir hier in das rustikale Restaurant „La Fontaine St. Jean“ und seine traditionelle regionale Küche gesetzt, das ich auf meiner Fahrradtour im Mai kennen gelernt und in guter Erinnerung behalten habe. Leider schloss es kurz nach unserer Ankunft für die Sommerferien. Wer es etwas feiner möchte, hat im Ort  auch noch die „Auberge a la Bonne Idee“ zur Auswahl.

Le Grand Marechal in Rethondes (c) Michael Kneffel

Besonders gefallen haben uns noch die Dörfer La Brèvière, Vieux-Moulin und außerhalb des Waldes Chelles, Saint-Etienne-Roilaye, Saint-Crèpin-aux-Bois und Rethondes an der Aisne.

Das Herz von Rethondes schlägt im „Le Grand Marechal“, wo man übernachten, essen, einkaufen, Fahrräder ausleihen und sich bei sehr freundlichen Menschen einfach nur wohl fühlen kann. Gehobene Küche bietet im selben Ort der Ein-Stern-Koch Alain Blot. Die Speisekarte war vielversprechend, die Preise überraschend zivil. In unserem Radfahrer-Outfit wären wir dort aber etwas fehl am Platz gewesen.

Von hier ist es auch nicht mehr weit bis zu dem berühmten Eisenbahnwaggon, in dem 1918 und 1940 die Waffenstillstandsabkommen zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet wurden. Das kleine Museum, in dem der Waggon verwahrt wird, scheint leider in der zentralen Museumsverwaltung Frankreichs keine Fürsprecher zu haben.  (Fortsetzung folgt.)

das Museum zu den Waffenstillstandsabkommen (c) Michael Kneffel