Les Sables d´Olonne im Juli – Frankreich pur und in Bestform

Vor fast 30 Jahren kamen wir zum ersten Mal nach Les Sables d´Olonne. Hinter uns lag eine wunderbare dreiwöchige Radtour durch den Südwesten Frankreichs. Vor der Heimfahrt wollten wir noch einige Tage das Meer und den Strand genießen und hatten uns dafür auf der Karte diesen Ort ausgeguckt. Nach den sehr ruhigen Fahrten durch die Wäldern der Landes und die Weinbaugebiete rechts und links der Gironde, war die Stadt fast ein Schock für uns. Der volle Strand, die Menschenmenge am Hafen, die belebten Gassen der Altstadt, so etwas waren wir nicht mehr gewohnt. Wir schwankten zwischen zwischen Faszination und Reizüberflutung. Unvergessen blieben uns in den folgenden Jahren aber die abendlichen Stunden auf der Promenade. In gebührenden Abständen präsentierten sich Akrobaten, Clowns und Musiker mit Gitarren oder Akkordeons. Und wenn letztere alte Chansons z. B. von Edith Piaf anstimmten, blieben dutzende Menschen aller Altersklassen stehen und sangen ganz selbstverständlich und aus tiefer Seele mit. Alle kannten die Texte auswendig. Die Atmosphäre war einfach wunderbar, sehr familiär, sehr entspannt und sehr französisch. Hier machte das Bürgertum Urlaub, Handwerker, Angestellte und Beamte der mittleren Einkommensklassen mit ihren Familien, vorwiegend aus der näheren Umgebung, wie man an den Autokennzeichen erkennen konnte. Es gab kein Chi Chi und kein Bling Bling, ganz anders als an der Cote d´Azur.

alte Ansicht von Les Sables aus den 80er Jahren

alte Ansicht von Les Sables aus den 80er Jahren

Nach einer sehr langen Pause hatten wir uns in diesem Jahr wieder für Les Sables als Urlaubsort entschieden. Wie hat sich die Stadt verändert? Werden die Menschen immer noch abends auf der Promenade singen und tanzen? An einem Sonntag Mitte Juli erreichen wir am späten Mittag unsere Unterkunft auf dem Cour Blossac. Es ist über 30 Grad heiß. Kein freier Parkplatz weit und breit. Zum Glück haben wir einen Platz in der Tiefgarage unseres Apartmenthauses reserviert und können im Kühlen auspacken und unser Apartment beziehen. Das Auto werden wir bis zu unserer Abreise keinen Millimeter mehr bewegen. Auch die mitgenommenen Räder werden viel seltener als anderen Orten zum Einsatz kommen. Dabei ist Les Sables ein sehr fahrradfreundlicher Ort. Es zeigt sich aber in den kommenden zwei Wochen, dass in fußläufiger Entfernung so viel Interessantes und Angenehmes zu finden ist, dass wir gar keine Lust auf größere Ausflüge haben. Sofort nach dem Auspacken ziehen wir unsere Badesachen an und gehen zum Strand. Nach etwa 60 Metern erreichen wir die Promenade und blicken zum ersten Mal auf´s Meer. Der Himmel strahlendblau, das Meer türkisfarben, sanfte Wellen an einem breiten, hellen Strand, Strandzelte und Sonnenschirme. Wir hören Möwen, das leichte Rauschen des Wassers und die Stimmen der Menschen, die sich am Strand vergnügen. So klingt der Sommer. Auf  der Promenade und dem Strand herrscht Hochbetrieb. Drei Minuten später sind wir im Wasser. Was für eine Wohltat bei diesen Temperaturen und nach einer zweitägigen Autofahrt. Sehr viele Mitschwimmer haben wir nicht gerade, was wohl an der Wassertemperatur von 19 Grad liegen mag. Das Wasser wirkt sehr sauber, und in zwei Wochen werden wir keinen Müll am Strand sehen, weder angeschwemmten noch von den Badenden hinterlassenen.

 

 

Auf dem Remblai

Kaum haben wir uns in unserer Unterkunft geduscht und umgezogen, zieht es uns schon wieder raus auf den Remblai, wie hier die Promenade heißt. In den folgenden zwei Wochen werden wir hier mehr Zeit verbringen als irgendwo anders in der Stadt. Vom frühen Morgen bis Mitternacht gibt es ständig etwas zu sehen. Um die 20 Cafés, Restaurants, Brasserien, Creperien laden hier auf über einem Kilometer Länge zum Essen, Trinken und Verweilen ein. Dazwischen verführen einige kleine Geschäfte mit mehr oder weniger nützlichen Dingen zum Stöbern und Geldausgeben. Dazu kommen Events rund um das Thema Segeln, verschiedene Märkte und Werbeveranstaltungen aller möglichen Unternehmen, welche die Badeorte an der Küste abklappern und zentnerweise Werbegeschenke verteilen. Möglich werden die vielen kleinen Events und Veranstaltungen erst dadurch, dass Autos hier nur einspurig, nur in eine Richtung und nur sehr langsam fahren dürfen. Die andere Hälfte der Fahrbahn ist für Radfahrer reserviert. Abends und an den Wochenenden wird die Promenade ganz für Motorfahrzeuge gesperrt. Erfreulicherweise bietet der Remblai auch unzählige Sitzmöglichkeiten für diejenigen, die gerade nichts konsumieren möchten, neben etlichen Bänken nicht zuletzt die Mauer über dem Strand.

 

Das schönste Café auf dem Remblai und in ganz Les Sables ist für uns das „L´Ocean Café“. Nach einem Brand im Jahre 2014 wurde es geschmackvoll und viel Liebe zum Detail im Stil einer Pariser Brasserie wieder aufgebaut. Der sympathische Besitzer freut sich, wenn er bei seinen Gästen Interesse an der Ausstattung bemerkt, und erzählt dann gern aus die Geschichte des 1874 geründeten Betriebes. Wert auf eine besondere Einrichtung hat man auch im „Café de la Plage“ gelegt, wo eine Innenwand eine verwitterte alte Byrrh-Reklame zeigt, wie sie früher in ganz Frankreich auf den Hauswänden zu sehen war. Eine andere Wand verweist mit einem Bild des Kommissars Maigret darauf, dass George Simenon einen Kriminalfall in Les Sables spielen und den trinkfreudigen Ermittler einige Gläser in eben diesem Café nehmen ließ. Aber auch Essen kann man hier gut, das Tagesmenue mit drei Gängen z.B. für knapp 16 Euro. Auf diesen Preis scheinen sich die meisten Restaurants in der Stadt verständigt zu haben, auch die etwa 30 bis 40 weiteren am Hafen. Ein spätes Glas Wein oder Bier haben wir gerne in der Brasserie „Comete“ getrunken, am Südende der Promenade. Insgesamt hat uns das Preisniveau in Les Sables angenehm überrascht. Es liegt spürbar niedriger als in anderen Küstenorten, die wir in den letzten Jahren besucht haben. In unserem Lieblingsrestaurant, dem „Terre et Mer“, haben wir für den genannten Preis nicht nur gut, sondern sogar ausgezeichnet gegessen. In unserer Heimatstadt Essen müßte man für ein Menue vergleichbarer Qualität mindestens das Dreifache bezahlen. Das „Terre et Mer“ liegt allerdings am Hafen, und zwar auf der Seite von La Chaume, von unserem Apartment einen guten Kilometer zu Fuß und eine Überfahrt mit der Hafenfähre entfernt. Gelohnt hat sich dieser Weg aber jedes Mal.

 

 

Live-Musik

Gegen 20 Uhr beginnt das Unterhaltungsprogramm auf dem Remblai. Sänger nur mit Gitarre oder Akkordeon, die Edith-Piaf-Chansons vortragen, haben wir leider nicht mehr erlebt, dafür fast jeden Abend drei Bands mit Verstärker- und Lichtanlage, verteilt auf drei Standorte. Die drei Musiker unserer Lieblingsband „Leonie“ stammen aus Les Sables und der Surfer-Szene der Stadt. Im Sommer touren sie mit ihrem Gute-Laune-„Surf-Pop“ und sehr eingängigen Ohrwürmern von einem Küstenort zum anderen, kommen aber regelmäßig in ihren Heimatort zurück. Die große Fangemeinde kennt alle Texte auswendig und singt begeistert mit. Von allen Bands, die wir gehört haben, war „Leonie“ mit Abstand die professionellste und beste.

 

Aber auch bei anderen Bands sind wir immer wieder gern stehen geblieben oder haben ihnen von der Terrasse des Cafés gegenüber zugehört. Neben den Live-Auftritten auf dem Remblai gab es noch diverse kostenlose Musikveranstaltungen im Museum des Ortes, im Jardin du Tribunal und anderswo, u. a. im Rahmen des Festivals „Vague de Jazz“. Besonders beeindruckt hat uns ein Auftritt der vier Saxophonisten von „Quatuor Machaut“, die im Kreuzgang der ehemaligen Abbaye Sainte-Croix alte und zeitgenössische Kompositionen mit eigenen Improvisationen verbanden. Musikalisch der Höhepunkt unseres Urlaubs. Das vielfältige und durchaus  anspruchsvolle Unterhaltungsprogramm unterscheidet Les Sables von vielen anderen Orten an der französischen Küste. In zwei Wochen und bei vielen Hundert Flaneuren fast an jedem Abend haben wir nie Betrunkene gesehen, nie Aggressionen oder Imponiergehabe erlebt. Es gab keine Glasscherben und keinen Abfall auf der Straße. Für Menschen, die aus dem Ruhrgebiet kommen, war das eine ungewohnte und überaus angenehme Erfahrung.

 

 

Akrobaten und Animateure

Mindestens so viele Zuschauer wie die Bands hatten verschiedene Akrobaten, Streetdancer und Animateure, die das Publikum in Bewegung brachten. Besonders beliebt waren die Jungs von „Streetsmile“, Breakdancer, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die ganz Jungen einzubeziehen und zum Lachen zu bringen. Während die Bands und Streetsmiler so professionell waren, immer wieder ihre Facebook- und Instagram-Adressen zu nennen, blieben die Namen der meisten Artisten leider unbekannt.

 

 

Stadt und Architektur

Blickt man aus größerer Entfernung auf Les Sables, dominieren die Apartmenthochhäuser an der Remblai das Stadtbild. Nicht unbedingt ein schöner  Anblick. Je näher man der Stadt kommt, fallen einem jedoch die vielen alten Villen ins Auge, die an der Promenade und in den Straßen dahinter die Bauwut früherer Jahrzehnte überlebt haben. In diesem Jahrzehnt hat Les Sables große Anstrengungen unternommen, seine architektonischen Kostbarkeiten zu schützen und herauszuputzen. Liebhaber der Bäderarchitektur kommen hier durchaus auf ihre Kosten.

 

Vor dem Tourismusboom lebte der Ort vom Salzhandel, dem Fischfang und der Konservenproduktion. Von diesen Industrien sind nur die Salzgewinnungsbecken in den nördlichen Nachbargemeinden und eine kleine Fischfangflotte übrig geblieben. Im Ortskern zwischen Remblai und Hafen findet man aber noch viele kleine Arbeiter- und Fischer-Häuser. Das Gleiche gilt für den Ortsteil La Chaume auf der anderen Hafenseite, den mancher Einheimische als das wahre, ursprünglichere Les Sables bezeichnet. Aber auch dort welchseln immer mehr Häuser die Besitzer, werden zu Feriendomizilen für wenige Wochen im Jahr. Viele Alteingesessene können sich das Wohnen im Ort nicht mehr leisten, wie die Stadtführerin Priscilla berichtete, mit der wir an zwei Nachmittagen durch Les Sables und La Chaume gewandert sind. Neben den kleinen Häusern ist die verwinkelte Anlage der Straßen in den älteren Ortsteilen typisch. Beim Bau der Stadt wollte man vermeiden, dass die stürmischen Seewinde durch gerade Straßenzüge fegen und Kälte und Zerstörungen bringen. Viele der Verbindungsstraßen sind so schmal, dass sich dort Fußgänger und Radfahrer nur bei gegenseitiger Rücksichtnahme begegnen können. Die Rue de l´Enfer, als schmalste Straße der Welt im Guiness-Buch der Rekorde vermerkt, ist an ihrem unteren Ende sogar nur noch 40 Zentimeter breit.

 

Wer zum ersten Mal nach Les Sables kommt, wird einige Mühe haben, sich in den Gassen zu orientieren. Unfreiwillige Umwege lassen einen aber immer wieder auch Neues entdecken wie z. B. die Muschelmosaiken an den Wänden des Quartiers de l´Ile Penotte. Spaziergänge werden auf diese Weise nie langweilig. Zwischen Strand und Hafen befinden sich natürlich auch noch eine große Markthalle mit einem beachtlichen täglichen Lebensmittelangebot sowie etliche Geschäfte mit allem, was man zum täglichen Leben und im Urlaub benötigt. Die Geschäftsstraßen sind zum Glück längst in Fußgängerzonen umgewandelt worden. In den befahrbaren Straßen wird es im Juli mitunter etwas mühsam für die Fußgänger, sich zwischen parkenden Autos und Hauswänden hindurchzuschlängeln. Um den Verkehr zu reduzieren, bietet Les Sables wie andere Küstenorte auch inzwischen einen kostlosen Busverkehr an, der alle wichtigen Punkte der Stadt miteinander verbindet.

im Süden der Strand, im Norden der Hafen, im Osten La Chaume - eigentlich ganz einfach / Auszug aus dem Stadtplan, Quelle: Office de Tourisme

im Süden der Strand, im Norden der Hafen, im Westen La Chaume – eigentlich ganz einfach / Auszug aus dem Stadtplan, Quelle: Office de Tourisme

 

Schon am ersten Tag unseres Urlaubs haben wir uns gefragt, warum wir so viele Jahre haben verstreichen lassen bis zu unserer Rückkehr nach Les Sables. Die Stadt hat nichts von ihrem ganz besonderen Charme verloren. Hier ist Frankreich ganz bei sich. Mit Sicherheit werden wir auch im nächsten Jahr unseren Urlaub dort verbringen. Zwei Wochen haben längst nicht ausgereicht, den ganzen Ort näher kennen zu lernen, von der Umgebung ganz zu schweigen. Am schönsten sei es im Winter in Les Sables, hat uns der Patron des L´Ocean Cafés versichert. Warum nicht? Auch im Juli war es mitunter ganz schön windig. Der Begeisterung für diesen herrlichen Badeort hat das keinen Abbruch getan. Im Gegenteil.

 

 

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Trouville-sur-Mer im Juli

Im Sommer hatte es lange Zeit nicht danach ausgesehen, aber dann haben wir es doch noch geschafft, zwei Wochen in Urlaub zu fahren. Nach den guten Erfahrungen im letzten Herbst und aus verschiedenen praktischen Gründen haben wir uns entschieden, erneut nach Trouville-sur-Mer zu fahren. Die normannische Küste ist einigermaßen komfortabel innerhalb eines Tages vom Ruhrgebiet aus zu ereichen und auch in der Hochsaison nicht ganz so überrannt wie andere Urlaubsregionen in Frankreich. Tatsächlich haben wir relativ kurzfristig wieder ein kleines Apartment mit Seeblick in der Résidence Les Tamaris bekommen. Das Haus gehört zu den einfacheren der Gruppe Pierre & Vacances, liegt aber sehr schön hoch über dem Ort und verfügt über eine unschlagbare Aussicht auf das Meer, auf die schönsten Strandhäuser der Stadt und auf das Treiben auf dem Strand. Über eine Treppe und einen Privatweg ist das Wasser nach 250 Metern erreicht, bis zu den ersten Restaurants am Strand sind es keine 900 Meter und auch das mondänere Deauville auf der anderen Seite der Touques ist keine 2 Kilometer entfernt, wenn man die kleine Fähre oder – bei Ebbe – den Übergang im Hafen benutzt. Entlang dieses zur jeder Tageszeit reizvollen Weges findet sich alles, was einen Urlaub an der französischen Küste zum Vergnügen macht: Gastronomie in allen Facetten und Preisklassen, ein entspanntes Strandleben, großartige Architektur, das Museum in der prächtigen Villa Montebello, Sportanlagen, Fischkutter im Hafen mit Direktverkauf, Meeresfrüchte aller Art zu fairen Preisen… Uns hat es am Nachmittag immer wieder ins Strandcafé Au Grain de Sable gezogen, vor dem sich die Boule-Experten trafen. Aber auch an der Patisserie von Charlotte Corday am Hafen mit ihren herrlichen Kuchen konnten wir mehr als einmal nicht vorbei gehen. Das Auto haben wir zwei Wochen lang keinen Meter mehr bewegt. Großartig waren  die langen Strandwanderungen bei Niedrigwasser in das knapp fünf Kilometer entfernte kleine Villerville. Auch für unsere Ausflüge ins etwa 16 Kilometer entfernte Honfleur, das jeden Tag von Touristen aus aller Welt geradezu geflutet wurde, haben wir lieber den  öffentlichen Bus genommen, um langes Parkplatzsuchen zu vermeiden.

Alles in allem hat uns Trouville auch im Hochsommer wieder sehr gut gefallen, und wir werden dort nicht zum letzten Mal gewesen sein. Einziger Wermutstropfen: die schlechte Wasserqualität. In den ersten Tagen, als der Wind noch frisch und das Meer sehr lebhaft waren, haben wir uns gern in die hohen Wellen geworfen. Als es aber immer heißer und das Meer an manchen Tagen nahezu spiegelglatt wurde, war leider nicht mehr zu übersehen, wieviel Schmutz das Wasser mit sich trägt – nahe der Seine-Mündung, in Sichtweite von Le Havre und angesichts des enormen Schiffsverkehrs im Ärmelkanal eigentlich auch kein Wunder. Gebadet haben wir in der zweiten Woche nicht mehr.

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Poilhes – Idylle am Canal du Midi

„Ob an der Küste oder im Hinterland, in der Ferienregion Languedoc-Roussillon herrscht ein heiteres Lebensgefühl, das Gäste auf Anhieb in den Bann zieht. Am Strand, in Bistros und Restaurants, auf Märkten und bei Festen, überall herrscht diese typische Art de vivre, die den Urlaub im Süden Frankreichs so bereichert.“ So hat die PR-Agentur Ducasse / Schetter, spezialisiert auf die Vermarktung von Reisezielen in Frankreich und der Schweiz, unlängst das Languedoc-Roussillon beschrieben. Schon vorher hatten wir diese Region im Süden Frankreichs für unseren diesjährigen Frühjahrsurlaub ausgesucht. Nach fünfzehn Jahren wollten wir noch einmal vor allem die Gegend am Canal du Midi durchstreifen – überwiegend mit dem Rad. Als Ausgangspunkt für unsere Streifzüge hatten wir das kleine Örtchen Poilhes ausgesucht. Und das war ein großer Glücksgriff.

der Canal du Midi in Poilhes © Michael Kneffel

der Canal du Midi in Poilhes © Michael Kneffel

Direkt am Canal gelegen wirkt das Weinbaudörfchen ein wenig wie aus der Zeit oder einem Bilderbuch gefallen. Große alte Wirtschaftsgebäude zeugen vom Reichtum ansässiger Weinbauern, die Wohnhäuser machen einen sehr gepflegten Eindruck. Es gibt ein kleines, altes Chateau im Dornröschenschlaf, dessen Dach gerade renoviert wurde, eine leicht zu übersehende, aber nicht zu überhörende Kirche, deren Glocke zu jeder Viertelstunde schlägt, und ein bemerkenswert gut sortiertes winziges Lebensmittelgeschäft, in dem sich alles findet, was man für die Grundversorgung benötigt. Souverän geführt wird der Laden von einer freundlichen alten Dame, weit im Rentenalter, aber mit einer so würdevollen Haltung und korrekten Sprache, dass es nicht verwundern würde, wenn sie früher einmal die benachbarte Grundschule geleitet hätte. Dort wird immer noch unterrichtet, und in den Pausen sind die Stimmen der Kinder auf dem Schulhof fast im ganzen Dorf zu hören.

gefiederte Einwohnerin von Poilhes © Michael Kneffel

gefiederte Einwohnerin von Poilhes © Michael Kneffel

Und während in vielen südfranzösichen Dörfern die alten Restaurants und Cafés längst für immer geschlossen haben, bietet Poilhes gleich drei Restaurants mit ambitionierter Küche. Die Lage am Kanal und das ständige Defilee von Hausbooten mit zahlungskräftigen Touristen sichern das Überleben. Hausbootfahrer, die von der Küste kommen und hier Station machen, sehen schon bei der Einfahrt ins Dorf die Terrasse des „Tour Sarrasine“ und müssen nach dem Anlegen nur noch – an der Dorfgans vorbei – eine schmale Straße überqueren, um dort Platz nehmen zu können. Die Speisekarte ist umfangreich, das Essen großartig, und die Preise sind mehr als fair. Drei Gänge in dieser Qualität muss man anderswo schon etwas länger suchen und bekommt sie garantiert nicht für dreißig Euro, sondern bestenfalls für das Doppelte. Drinnen ist das Restaurant elegant eingerichtet, Steifheit kommt trotzdem nicht auf, dafür sorgt die herzliche Besitzerfamilie, mit Mitgliedern aus drei Generationen. Clemence, die Jüngste, lernt gerade das Laufen. Der aus Liège stammende Kellner scheint in allen auf dem Canal vorkommenden Sprachen zu Hause zu sein und bringt die bunte, internationale Gästeschar mit Humor und Gelassenheit durch einen entspannten und genussreichen Abend.

das wunderbare kleine Restaurant Les Platanes in Poilhes © Michael Kneffel

das wunderbare kleine Restaurant Les Platanes in Poilhes © Michael Kneffel

Etwas versteckter im Ort, neben der Kirche, liegt ein völlig anderes, aber ebenso empfehlenswertes Restaurant, das „Les Plantanes“ von Amanda und Dave, zwei sympathischen Neuseeländern, die vor sieben Jahren nach Frankreich übersiedelt sind und sich vor einem Jahr in Poilhes niedergelassen haben. Ihre Speisekarte ist überschaubar, dafür wechseln die angebotenen Gerichte häufig. Mit frischen Zutaten aus der Region bietet „Les Platanes“ Klassiker der französischen Küche wie den gebackenen Camembert oder die Zwiebelsuppe in seltener Qualität und zu noch günstigeren Preise als die Konkurrenz im Ort. Aber auch das neuseeländische Dessert „Pavlova“ sollte man sich nicht entgehen lassen. Als Besitzer eines Chateaus am Atlantik, das gerade zum Verkauf steht, und eines Hauses in den Pyrenäen haben die beiden viel zu erzählen und lassen sich gern am Nachmittag auf einen kleinen Schwatz auf der Terrasse ihres Lokals ein. Angesichts des hohen Wohlfühlfaktors in beiden Restaurants haben wir es gar nicht mehr bis zum dritten gastronomischen Anbieter geschafft. Am Rand des Ortes gelegen bietet das „Vinauberge“ neben Speisen auch Gästezimmer und verkauft Weine aus der Region.

Capestang mit der Kirche Saint Etienne © Michael Kneffel

Capestang mit der Kirche Saint Etienne © Michael Kneffel

Erster Anziehungspunkt außerhalb von Poilhes war für uns das nur vier Kilometer entfernte, ungleich größere und ebenfalls am Canal gelegene Capestang. Am Sonntag zieht der große Wochenmarkt sehr viele Menschen an. Unter der Woche wirkt der Ort mit seiner weithin sichtbaren, immer wieder erweiterten, imposanten Kirche jedoch merkwürdig unbelebt, was er mit vielen anderen Dörfer und Städten gemein hatte, die wir noch besuchen sollten. Auf Naturliebhaber, insbesondere Vogelfreunde, müsste Capestang eigentlich eine starke Anziehungskraft ausüben. Südlich der Stadt liegt der sogenannte Etang de Capestang, ein versumpfter, von mehreren Kanälen und einigen Wegen durchzogener ehemaliger See mit großen Schilfgebieten. Als wir ihn auf einer unserer Fahrradtouren eher zufällig durchquerten, sahen wir schon mit bloßem Auge so viele Störche, Reiher und andere Wasser- und Watvögel, die wir nicht identifizieren konnten, dass wir mit Hobbyornithologen in großer Zahl und von überall her rechneten. Weit gefehlt! Im Tourismusbüro von Capestang sah uns die freundliche Mitarbeiterin ziemlich verständnislos an, als wir nach Wanderwegen und geführten Touren durch dieses Gebiet fragten. Und auch andere Menschen, die vor Ort leben, fanden unsere Berichte von den Tieren im Etang sehr interessant, gestanden aber, noch nie dort gewesen zu sein. Etwas weiter ist man am Etang de Vendres, der etwa 15 Kilometer weiter südöstlich und damit unmittelbar vor der Küste liegt. Hier gibt es immerhin schon einen großen Beobachtungsstand mit einigen Informationen zu den dort anzutreffenden Vögeln. Dass in den Weinfeldern der Gegend unzählige Bienenfresser leben und fliegen, sei nur am Rande erwähnt.

im Beobachtungsstand am Etang de Vendres © Michael Kneffel

im Beobachtungsstand am Etang de Vendres © Michael Kneffel

Nicht viel weiter als Capestang, aber in östliche Richtung, liegt der etwas kleinere Ort Colombiers am Canal du Midi. Auf dem Weg dorthin ist der Kanaltunnel von Malpas zu besichtigen, ebenso wie das Oppidum d´Ensérunes – berühmte gallische Siedlungsreste, auf einem Hügel gelegen. Das benachbarte Informationszentrum von Malpas bietet viele Modelle, Karten und Reliefs und ein großes Literaturangebot zum Weltkulturebe Canal du Midi und zur Region. Durch den Bau eines großen Hafens im Jahr 1989 hat sich Colombiers zu einem Zentrum des Hausboottourismus entwickelt. Schön ist was anderes. Als wir mit unseren Rädern etwas irritiert im Rummel des Hafens standen und die hässlichen Zweckbauten betrachteten, fragte uns eine ältere Dame – offensichtlich aus dem Ort – was wir suchten und ob sie uns helfen könne. Auf unsere etwas ironische Antwort, wir suchten den Ort, hob sie resignierend die Schultern und entgegnete, es sei halt praktisch und einen Arzt gebe es auch. Wie viele Planungs- und Bausünden sind wohl schon mit dem Satz: „Es ist halt praktisch“, begründet worden?

im Hafen von Colombieres © Michael Kneffel

im Hafen von Colombieres © Michael Kneffel

Von unserem ersten Besuch am Canal du Midi vor 15 Jahren hatten wir das kleine Le Somail, etwa zwanzig Kilometer weiter westlich, in bester Erinnerung. Und auch heute noch wird der Ort in jedem Führer als Schönheit am Kanal beschrieben. Uns hat das Wiedersehen eher enttäuscht. Zu der malerischen Ansiedlung weniger Häuser an der alten Brücke hat sich eine große Neubausiedlung gesellt, die sich scheinbar planlos in die Landschaft ausdehnt. Neu hinzugekommene Gastronomie und ein großer Parkplatz für Wohnmobile haben auch nicht gerade den Charme des Ortes erhöht. Da gefiel es uns schon wesentlich besser am benachbarten Canal de Jonction, der den Canal du Midi als Verbindungskanal mit der Küste bei Narbonne verbindet und von herrlichen Pinien gesäumt wird. Wer mit dem Hausboot auf dem Canal du Midi unterwegs ist, sollte sich den Abstecher nach Sallèles-d´Aude nicht entgehen lassen. Auch wenn der Ort selbst bei unserem Besuch nahezu ausgestorben wirkte, gehören die dortigen Liegeplätze zu den schönsten, die man weit und breit ansteuern kann.

Hausboot in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

Hausboot in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

umgebaute Lastkähne in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

umgebaute Lastkähne in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

Es stimmt also, dass sich immer noch wunderschöne Dörfer und Landschaften in diesem Teil des Südens finden lassen. Auf der anderen Seite ist aber auch hier nicht zu übersehen, dass sich Frankreich in einer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise befindet und dass vielen Menschen das „heitere Lebensgefühl“, von dem eingangs die Rede war, abhanden gekommen ist. In zwei Wochen haben wir Armut, Elend und die Verödung von Städten in einem Ausmaß erlebt, wie wir es bisher nicht für möglich gehalten hätten. Wir sahen erschreckend viele Menschen, die vor einer karitativen Einrichtung um Lebensmittel anstanden, eine Familie mit Kind, die in Narbonne auf der Straße lebt, Dutzende von Frauen, die sich an der Landstraße zwischen Bèziers und Narbonne prostituierten. Das und einiges mehr hat uns sehr nachdenklich gemacht und ließ uns ahnen, warum gerade hier der rechtsradikale Front National bei der jüngsten Europawahl in vielen Kommunen weit über dreißig Prozent der Wählerstimmen bekommen hat.

aufgegebene Boulangerie in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

aufgegebene Boulangerie in Sallèles-d´Aude © Michael Kneffel

 

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Verschwommene Erinnerungen ans Finistère

Ein zufälliges Gespräch gestern über die Bretagne, der Beginn der Messe BOOT in Düsseldorf heute – aus der Erinnerung tauchen verschwommene Bilder auf. Es wird Zeit, mal wieder ans Ende der Welt zu fahren.

Segelschiffe im Hafen von Douarnenez © Michael Kneffel

Segelschiffe im Hafen von Douarnenez © Michael Kneffel

Frauen in bretonischer Tracht auf einem Fest in Beuzec-Cap-Sizun © Michael Kneffel

Frauen in bretonischer Tracht auf einem Fest in Beuzec-Cap-Sizun © Michael Kneffel

Haus am Hafen in Audierne © Michael Kneffel

Haus am Hafen in Audierne © Michael Kneffel

Tänzerinnen und Tänzer auf einem Fest in Beuzec-Cap-Sizun © Michael Kneffel

Tänzerinnen und Tänzer auf einem Fest in Beuzec-Cap-Sizun © Michael Kneffel

altes Segelboot in Douarnenez © Michael Kneffel

altes Segelboot in Douarnenez © Michael Kneffel

Sommerurlaub auf Quiberon 2 – Mitten im lebendigen Hauptort der Halbinsel

alter Hausgiebel in Quiberon © Michael Kneffel

alter Hausgiebel in Quiberon © Michael Kneffel

Was uns ursprünglich auf die Idee gebracht hat, unseren diesjährigen Sommerurlaub im Ort Quiberon und auf der gleichnamigen Halbinsel zu verbringen, können wir gar nicht mehr sagen. Vielleicht war es die überraschende Begegnung mit einem Hermelin, dem Wappentier des Ortes und der gesamten Bretagne, das plötzlich über eine Hafenmauer lief, als wir Quiberon vor vielen Jahren einen Kurzbesuch abstatteten. Damals trauten wir unseren Augen nicht, und erst als wir später noch einmal einen dieser kleinen Marder an einem gut besuchten Strand in der Nähe von Concarneau sahen, waren  wir bereit, auch die erste Begegnung für real zu halten.

Um es gleich vorweg zu sagen, die Entscheidung für unseren diesjährigen Urlaubsort haben wir in keiner Sekunde bereut. Schon unsere Unterkunft, die Ferienresidenz „Maeva“, ein Appartementhaus mit 66 Zimmern, erwies sich als Glücksfall. Nicht unbedingt wegen der Ausstattung, sondern vor allem wegen der Lage – in unmittelbarer Nähe des alten Ortskerns bei der Kirche und trotzdem sehr ruhig. Bäcker, Cafés, Restaurants, Fisch- und Lebensmittelgeschäfte, ein guter Traiteur…  alles innerhalb von drei Minuten zu Fuß zu erreichen. Der große Wochenmarkt und ein Supermarkt gleich um die Ecke. Bekleidungsgeschäfte mit allem, was der Sommerurlauber in der Bretagne und / oder in dieser Saison so tragen soll, kaum weiter entfernt.

Blick auf den Hauptstrand von Quiberon am frühen Abend © Michael Kneffel

Blick auf den Hauptstrand von Quiberon am frühen Abend © Michael Kneffel

Bis zum beliebten Hauptstrand des Ortes und zur rummeligen Promenade waren etwa 600 Meter zu laufen. Dort geht es ums Sehen und Gesehen-Werden. Die ersten 100 Meter des Strandes waren fest in der Hand von Teenies und denen, die gern noch welche wären. Angesagte Strandmode, coole Sonnenbrillen und braune Haut so dicht an dicht wie die Sardinen in den Dosen, für die Quiberon berühmt ist. Anschließend Strandbars für die älteren Semester mit den größeren Portemonnaies und nach zwei-, dreihundert Metern endlich der Strandabschnitt für diejenigen, die vor allem baden wollen. Unsere Lieblingsstrände lagen noch etwas weiter entfernt, aber immer  im Umkreis von zwei Kilometern – mit unseren Fahrrädern überhaupt kein Problem. Am besten hat uns der kleine, gepflegte Strand von Porigo unmittelbar neben dem Hafen Haliguen gefallen.

familiäre Atmosphäre am Strand von Porigo  © Michael Kneffel

familiäre Atmosphäre am Strand von Porigo © Michael Kneffel

Wer keine eigenen Fahrräder dabei hat, kann in mehreren Fahrradgeschäften welche ausleihen. Wir empfehlen dafür das kleinste Fahrradgeschäft im Ort, direkt neben der großen Post. Gleich am ersten Tag hat uns hier ein  freundlicher älterer Herr den Schleichplatten an einem unserer Falträder  repariert und Tage später eine gebrochene Speiche. Das geschah jeweils bei bester Laune und dauerte nicht länger, als wir brauchten, um in der benachbarten Bar „Le Galopin“ einen Café zu trinken. Die unspektakuläre Bar hat uns vom ersten Moment an gefallen. Hier verbringen viele Geschäftsleute aus der Nachbarschaft ihre Mittagspause – immer ein gutes Zeichen. Als dann noch die Chefin mit größter Selbstverständlichkeit einen Hund von beachtlichen Ausmaßen und entsprechendem Appetit adoptierte und aufpäppelte, der sich herrenlos die Bar als Schlafplatz ausgesucht hatte, war für uns die Sache endgültig klar. Von der Bar-Terrasse aus hatten wir einen guten Blick auf das wuselige Treiben im oberen Teil der Stadt und nicht zuletzt auf die Massen von Urlaubern, die mit ihren Rollkoffern und anderem  Gepäck vom Bahnhof im oberen Teil des Ortes zu den Fähren im Hafen oder umgekehrt eilten. Mehrmals am Tag werden von Quiberon aus die größte bretonische Insel Belle-Ile en Mer, und ihre wesentliche kleineren Nachbarinseln Houat und Hoedic angefahren.

Le Galopin im oberen Teil der Stadt  © Michael Kneffel

Le Galopin im oberen Teil der Stadt © Michael Kneffel

Direkt neben dem „Galopin“ warb ein Patissier, Chocolatier und Glacier mit seiner offiziellen Auszeichnung für die besten Macarons Frankreichs. Wir zogen diesem  schicken Laden allerdings die gegenüber gelegene, sehr bodenständige Bäckerei und Patisserie „3 Marches“ vor und wurden für diese Entscheidung durch sensationelle Torten und Kuchen belohnt. Wenn wir danach noch dazu in der Lage waren, sind wir zum Essen am liebsten in eines der Restaurants am Fischereihafen Port Maria gegangen. Wenige hundert Meter von der belebten Strandpromenade mit ihren rappelvollen Restaurants entfernt wird hier die eindeutig interessantere Küche geboten, zu Preisen, die im selben Maße abnehmen, wie man sich vom Strand entfernt. Relativ spät erst haben wir dann noch das „Tourbillon“ entdeckt, ein sehr stilsicher eingerichtetes Bistrot à Vin an der Place Hoche, etwa hundert Meter von der Strandpromenade entfernt.  Hier kehren vor allem Einheimische ein und genießen die schöne Weinauswahl und viele Kleinigkeiten zum Essen. Sardinen und Räucherfisch-Spezialitäten  aus  ortsansässigen Betrieben stehen immer auf der Karte, dazu kommen nicht selten Tagesgerichte mit Zutaten aus biologischem Anbau.

auch der Lieferwagen des Tourbillon hat Stil  © Michael Kneffel

auch der Lieferwagen des Tourbillon hat Stil © Michael Kneffel

In der Aufzählung unserer Lieblingsadressen in Quiberon darf das „Maison Bleue“ auf keinen Fall fehlen. Wie schon erwähnt, herrscht im Ort kein Mangel an Geschäften aller Preisklassen  mit typisch bretonischen Kleidungstücken, Lebensmitteln, Süßigkeiten und Mitbringseln. Das Angebot im blauen Haus am Fischereihafen bewegt sich allerdings auf einem anderen Niveau. Die Besitzerin Anne Padovani versteht sich als Bewahrerin des kulturellen Erbes ihres Landes und präsentiert  im  Verbund mit drei  anderen bretonischen Restauratorinnen eine geschmackvolle  Auswahl an  Gemälden, Keramiken, Skulpturen, Kleinmöbeln und Stoffen.

Quiberon ist ein sehr lebendiges Städtchen mit einem vielfältigen Angebot, in dem man wahrscheinlich auch noch weit außerhalb der Feriensaison alles vorfindet, was man für einen angenehmen Aufenthalt an der Küste benötigt. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.